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16.09.2016 Kategorie: Veranstaltungen

Donnerstag, 20.10.2016, 18 Uhr

Ekkehard Maaß: Die guten finsteren Zeiten


Ekkehard Maaß, Protagonist des Films "Anderson", berichtet über sein Leben in der DDR, über die Ausbürgerung Wolf Biermanns vor 40 Jahren, die er hautnah erlebte, über die Künstlerszene vom Preznaluer Berg und seine Reisen ins Baltikum, nach Russland und Georgien.

Und er wird von seiner Großmutter und seinen Tanten erzählen, die 1915 und 1916 in Finnland lebten, 1918 aus St. Petersburg fliehen mussten und 1945 auf der Flucht nach Mitteldeutschland alles verloren bis auf die Kinderbücher aus Finnland mit den wunderbaren Aquarellen der Großmutter.

Ekkehard Maaß, geb. 1951 in Naumburg/Saale, hatte baltische Tanten, die fließend russisch sprachen und mit ihrer Mentalität sein Interesse an Osteuropa weckten. Als Jugendlicher hatte er engen Kontakt zu sowjetischen Soldaten, die im elterlichen Pfarrhaus ihren Seelenhunger nach menschlicher Würde stillten. Von ihnen hörte er die Lieder des Moskauer Dichtersängers Bulat Okudshawa, die er übersetzte und bis heute singt.

Im Zusammenhang mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns vor 40 Jahren wurde er rechtswidrig von der Humboldt-Universität verwiesen und organisierte in seiner Wohnung einen inoffiziellen literarischen Salon, der zu einem der wichtigsten Treffpunkte einer unangepassten Künstlerszene wurde.

Ekkehard Maaß wird aus seinem Leben erzählen, Fragen beantworten und dazu an Harmonium und Gitarre Lieder singen.